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Traumberuf: Psychotherapeut

Ihre Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten können Sie bei uns entweder in den sozial-rechtlich anerkannten Vertiefungsverfahren VerhaltenstherapieTiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie oder Analytische Psychotherapie absolvieren. Zusätzlich können Sie am HIP die Fachkunde für Analytische Psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendpsychotherapie erwerben. Die Fachkunde für die Durchführung von Gruppentherapie ist Bestandteil aller Ausbildungen am HIP. 


An wen richtet sich die Ausbildung?

Die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten steht bei entsprechender
Eingangsqualifikation allen Absolventen eines qualifizierenden Diplom- oder Masterstudiengangs offen. Mehr dazu erfahren Sie unter »Zugangsvoraussetzungen«.


Sind Sie noch unsicher, ob Verhaltenstherapie , Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie oder Analytische Psychotherapie für Sie das Richtige ist?

Für welches Therapieverfahren Sie sich entscheiden, ist abhängig von Ihren persönlichen Therapievorstellungen und Präferenzen. Hier finden Sie noch einmal in stark verkürzter Form die wesentlichen Unterschiede der Therapieverfahren:

Verhaltenstherapie 

In der Verhaltenstherapie werden psychische Beschwerden, die sich in Form von problematischen Verhaltens- und Denkweisen, Einstellungen oder dem Umgang mit Gefühlen äußern, verändert. Verhaltenstherapeuten nutzen hierfür eine Vielzahl von Techniken und Methoden, die durch die wissenschaftlich-empirische Forschung als wirksam belegt wurden. Diese werden mit den Patienten transparent erarbeitet und angewandt. Ziel ist es, mit psychischen Belastungen umgehen zu können, neue Denk- und Verhaltensweisen anzunehmen und alte abzulegen. Verhaltenstherapie orientiert sich sowohl an aktuellen Problemen als auch an den Faktoren, welche die Beschwerden ausgelöst haben und/oder aufrechterhalten. Dadurch erhalten Patienten Kenntnis von den Ursachen und der Entstehungsgeschichte ihrer Beschwerden.

Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie 

Die Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie beschäftigt sich mit dem unbewussten Erleben und Verhalten eines Menschen. Hierbei wird davon ausgegangen, dass es innere Konflikte (z. B. gegensätzliche Wünsche, Motive und Werte) gibt, die sich in der frühen Biographie entwickelt haben. Psychische Beschwerden können dabei durch sich wiederholende Themen verursacht werden. Ziel ist es, diese Themen zu identifizieren und zu verstehen, um damit im Hier und Jetzt besser umgehen zu können und Entlastung zu schaffen. In der Therapie wird ein aktives Gespräch geführt, bei dem Problembereiche und Hintergründe erörtert werden. Hierzu werden lebensgeschichtliche Prägungen und deren emotionale Spuren gemeinsam betrachtet. Darauf aufbauend können neue Spielräume für das heutige Erleben und Verhalten entstehen.

Analytische Psychotherapie 

Die analytische Psychotherapie basiert auf den Grundkonzepten der Psychoanalyse. In der Regel handelt sich um eine Form der Langzeittherapie, wobei die Dauer bis zu 300 Stunden mit zwei bis drei Sitzungen pro Woche beträgt. Im Mittelpunkt der Analytischen Psychotherapie steht die »Intersubjektivität«, d.h. der Aufbau und die Gestaltung einer vertrauensvollen Beziehung. Zwischen Patient und Analytiker wird ein freier Raum geschaffen, der dem Patienten die Möglichkeit gibt, über seine Narrative, seine Träume und Assoziationen einen Zugang zu seinen Wünschen, Verletzungen und Konflikten zu erhalten. Die Analytische Psychotherapie wirkt vor allem über tiefergehende strukturelle Veränderungen der Persönlichkeit, welche die psychische Gesundheit nachhaltig verbessern und einen Zugang zur eigenen Kraft und Kreativität eröffnen kann. 

Die Entscheidung für ein Vertiefungsverfahren bedeutet nicht, dass Sie darauf für die Zeit Ihres Lebens festgelegt sind. Zum einen können Sie am HIP auch noch nach Beginn der Ausbildung das Vertiefungsverfahren wechseln. Bereits erbrachte Leistungen werden dabei weitgehend angerechnet. Zum anderen können Sie auch nach der Approbation in einem Vertiefungsverfahren über den Weg der
Weiterbildung die Fachkunde in einem anderen Vertiefungsverfahren erwerben und dann Patienten in beiden Verfahren behandeln und die Leistungen entsprechend abrechnen.  


Vernetzung am HIP

Wir verfügen über ein großes Netzwerk erfahrener, qualifizierter Lehrender und Berufspraktiker, die Sie durch Ihre Ausbildung begleiten. Unser Lehrenden- und Supervisorenteam setzt sich aus Approbierten Psychotherapeuten mit langjähriger Erfahrung in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung zusammen und wird durch hochqualifizierte Mediziner und Juristen ergänzt.

Eine große Anzahl abgeschlossener Kooperationsverträge mit Kliniken und sozialrechtlich zugelassenen Einrichtungen – aktuell mehr als 100 – sowie die institutseigenen Ausbildungsinstitutsambulanzen am Campus HafenCity und am Campus Harburger Binnenhafen stellen den Teil der praktischen Ausbildung sicher.


Wann startet die Ausbildung?

Die Ausbildung in den Vertiefungsverfahren Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie oder Analytische Psychotherapie beginnt immer im Oktober. Auszubildende im Vertiefungsverfahren Tiefenpsychologisch-fundierte Psychotherapie haben die Möglichkeit, schon während ihrer Ausbildung die Fachkunde in Analytischer Psychotherapie zu erwerben. Start dafür ist jeweils im April.


Berufliche Perspektiven

Als Approbierter Psychologischer Psychotherapeut eröffnen sich Ihnen vielfältige berufliche Perspektiven. Sie können zum Beispiel eine Zulassung durch die Kassenärztliche Vereinigung beantragen und eine eigene Praxis eröffnen oder leitende Tätigkeiten in Institutionen, wie zum Beispiel Kliniken oder Beratungsstellen übernehmen. Absolventen der Ausbildung können nach Erlangung der Approbation Leistungen für Versicherte der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung erbringen und abrechnen.

Katharina Temme, B.Sc.

Katharina Temme, B.Sc.
Ausbildungsmanagement

Fon: 040.361 226 48207
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