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Behörde für Inneres – Der Podcast zur Praxis der Psychoanalyse

In dieser neuen Podcast-Reihe geht es um nichts weniger als um die sogenannte Praxis der Psychoanalyse. Wir dekonstruieren alles, was gerade anfällt: die Rollen- und Geschlechterbilder, die Pandemie, die Klimakrise.

Das ist Psychoanalyse in unseren Augen: Was eben anfällt, ohne große Erinnerung, ohne bestimmte Wünsche, aber mit größter Seriosität. Wir laden alle ein auf die analytische Couch und gewähren tiefe Einblicke – sofern die Gunst der Stunde uns diese Tiefe wirklich schenkt. Die „Behörde für Inneres“ – das sind wir, ganz klar - ein Teil unseres Selbst, die große Erkundung, die Zuschreibung und fantastische Attribution.

Das alles ist vielfältig, ambige, kreativ, lädt ein zum Assoziieren und wird im Laufe sicherlich wiederholt, wie ein Auftauchen, das seinen latenten Inhalt irgendwann enthüllt.

- Dieser Podcast entsteht in Kooperation mit dem Institut für Philosophie, Psychoanalyse und Kulturwissenschaften (https://ippk.de/)

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Episode 8: Spotlight on Qualitative Research

Wie sieht eine Forschung aus, die versucht, das Verborgene hinter der Oberfläche zu ergründen? Wie prüfen wir Theorien, wie stellen wir sie auf - wie genau sieht der psychoanalytische Forschungsprozess aus? Dieser soll immerhin den Ansprüchen mehrheitlich empirisch ausgerichteten, quantitativen psychologischen Forschungsstandards genügen, aber dabei stets das psychoanalytische, dynamische Denken beibehalten. Qualitative Studien mit meist kleinen Fallzahlen zeichnen sich durch sehr aufwändige und minutiöse inhaltsanalytische Untersuchungen aus - sie können dabei tiefgehende Einsichten in unbewusste psychische Vorgänge liefern und als Vorlage für weitere Projekte dienen, in denen im Sinne einer Mixed Methodology das Erheben qualitativer und quantitativer Daten verknüpft wird. In dieser Podcastfolge wollen wir einen kurzen Einblick in unsere eigenen aktuellen psychoanalytischen Forschungsprojekte anbieten und sie miteinander diskutieren.

Episode 7: Ankommen

Immer war die Menschheit am Wandern. Die Gründe waren unterschiedlich und auch heute verlassen Menschen freiwillig oder unfreiwillig ihre Heimat, um in einem neuen Land anzukommen. Wir senden unseren Podcast aus Hamburg, aus der Nähe des Überseehafens von dem einst so viele Menschen übers Meer fuhren, um in der neuen Welt bessere Lebensbedingungen und eine Zukunft zu finden. Diese Bewegungen waren nie einfach sondern gingen mit großem Schmerz über das Verlieren der Heimat einher. Wir reden über Bedingungen, damit das Ankommen gelingt. Integration ist nicht Assimilation, Integration bedeutet unterschiedliche Anteile in sich, im Anderen zu akzeptieren und die damit einhergehende Ambivalenz und Ambiguität auszuhalten.

Episode 6: Psychoanalysis and War

Es geht um die Herausforderungen von psychoanalytischen Behandlungen während einer traumatisierenden   Ausnahmesituation. Dies betrifft Analytiker:innen und Patient:innen gleichermaßen. Die Fähigkeit das Unaussprechliche auszuhalten, zu „containen“, stellt ein zentrales Element der Therapie in einer Krise dar. Das Containing bietet die Chance einer späteren Transformation des Erlebens. Die Möglichkeit  während der   stattfindenden Traumatisierung zu reden und von jemandem gehalten zu werden, ist von immenser Bedeutung. Das stumme Trauma welches unbearbeitet an die nächste oder übernächste Generation weitergereicht wird, kann so vielleicht verhindert werden.

Episode 5: Das Ende des Schweigens

Manchmal erleben wir etwas, was wir nicht fassen oder besprechen können. Es sind Ereignisse voller Gewalt und existentieller Bedrohung. Wir finden keine Worte für unser Erleben und keine passenden Symbolisierungen. Lacan nannte diesen Bereich des Psychischen „Das Reale“. Das Reale entzieht sich der Symbolisierung, der symbolischen Ordnung der Sprache. Wir begegnen dem Realen im Trauma, in der Sexualität, im Körper und auch im Tod. Wir begegneten im Februar 2022 dem Realen in der Unfassbarkeit eines Krieges in Europa und dies ließ uns verstummen. Aus diesem Schweigen heraus sahen wir, wie sich die Gesellschaft in sozialen und politischen und kulturellen Handlungen zu strukturieren begann und die anfängliche Erstarrung sich langsam löste. An diesem Punkt war es möglich, das Schweigen zu durchbrechen.

Episode 4: Hoffnung?

Hoffnung?
In diesem Podcast reden wir über Hoffnung und Hoffnungslosigkeit. Und darüber, ob und wie es der Psychoanalyse gelingen kann, Menschen ohne Hoffnung hoffnungsvoller werden zu lassen.

Episode 3: The struggle is not yet over

“The struggle is still not yet over….” (Freud, 1938- The only audio recording of Sigmund Freud - YouTube). In unserer heutigen Podcastfolge beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Therapieverfahren und warum die Psychoanalyse in den letzten Jahren in den Hintergrund geraten ist. Natürlich steht damit nicht nur der Kampf um die Psychodynamik im Fokus, sondern vor allem auch die äußeren und inneren Kämpfe, von denen wir Menschen täglich heimgesucht werden. Das Ziel in der Psychodynamik besteht letztlich nicht nur darin diese Kämpfe zu mildern oder aufzulösen, sondern frei zu entscheiden, ob sich ein Kämpfen lohnt.

Episode 2: Analytische Weihnachten

In unserer zweiten Folge geht es um Weihnachten und wie dieses Fest in Therapien erlebt wird. Wir lassen die Folge laufen wie eine analytische Sitzung und bewegen uns assoziativ vom Stichwort Weihnachten zu gefühlten und nicht gefühlten Gefühlen und unserem psychoanalytischen Umgang mit diesen.

Episode 1: Ein Beginn

Herzlich Willkommen in diesem neuen Podcast-Format!
In dieser ersten Episode stellen wir uns und das folgende Projekt gerne vor.
Wir freuen uns über Feedback (barth(at)ippk.debarth(at)ippk.de)!

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